Unterschiedliche Disco-Bekleidung nach den verschiedenen Musikstilen
Diskotheken gibt es schon seit vielen Jahrzehnten. Während in den 70er und 80er Jahren vornehmlich Disco-Musik gespielt wurde, sind bis in unserer Zeit etliche neue Musikstile hinzugekommen. Anhänger dieser Musikrichtungen haben sich dementsprechend in Laufe der Jahre ihre eigene Disko-Bekleidung geschaffen.Die Disco-Bekleidung in den Anfangsjahren war schrill und auffallend gehalten. Die Jugend wollte sich vom gewohnten hausbackenen Stil abheben. Die Modebranche reagierte relativ schnell darauf. Wer erinnert sich nicht an den Film „Saturday Night Fever“ mit John Travolta. Plateauschuhe, Schlaghosen, auffallend helle Sakkos, Glitzeroveralls und hautenge Polyesterhemden beherrschten die Tanzfläche. Frisurtechnisch trug fast jeder den Afrolook mit großen überdimensionalen Sonnenbrillen. Die Tänze Hustle und Discofox wurden geboren. Musiktechnisch wurden die Sounds der Hammondorgeln durch die neuen Synthesizer so langsam ersetzt.
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Mitte der 80er wurden die Beats schneller. Kleidungsmäßig waren Schulterpolster in den Kleidungsstücken der letzte Schrei. Die Disco-Bekleidung war nach wie vor bunt, mit Pastell- und Neonfarben. Karos, Karottenhosen, Volantrüschenblusen oder Glanzblusen waren sehr begehrt. Aber auch große Gürtel, Stirnband, Schweißbänder, Knöchelturnschuhe, enge Streifenhosen, Leggins mit Stulpen, bedruckte T-Shirts, Lederjacken und weiße Tennissocken beherrschten das Bild. Frisurtechnisch waren hochtoupierte Fönfrisuren sehr beliebt. Es wurde vornehmlich auseinander getanzt. Der Discofox wurde den schnelleren Beats angepasst und um etliche neue Figuren erweitert.
In den 90ern kamen weitere Musikstile hinzu. Großdiskotheken boten auf mehreren Tanzflächen die unterschiedlichsten Stilrichtungen an. Neben reiner Discomusik wurden Bereiche für Club-House-Musik geschaffen. Die Bekleidung wurde legerer. Gute Jeanshosen und T-Shirts waren ebenso angesagt wie enge Minikleider. Einige Diskotheken verbannten reine T-Shirts-Träger. Hier musste es zumindest ein ansprechendes Hemd oder ein Sakko sein. Ebenfalls in diese Zeit fallen die Anfänge der Rave-Musik, die sich ursprünglich aus der Techno-Szene gebildet hat. Hierbei handelt es sich vornehmlich um elektronische Musik mit schnellen Beats. Raver sind bunt gekleidet. Hier findet man auch wieder die kultigen Plateauschuhe, neonfarbene Kleidungsstücke. Bei den Frauen muss möglichst viel Haut gezeigt werden. Nicht selten werden Raver als Paradiesvögel bezeichnet, da sie mit ihrer Disco Bekleidung auf jeden Fall auffallen.
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Eine weitere Musikrichtung wurde im Jahr 2000 bekannt und hat sich bis heute fortgesetzt. Die Rede ist vom Hardstyle. Hierbei handelt es sich um ultraschnellen Elektrobeat im Bereich ab 145-160 Beats pro Minute. Es entwickelte sich hieraus ein eigener Tanzstil, bei dem die Tänzer meist selbstgefertigte Schlaghosen, teilweise mit Hosenträgern versehen, tragen. Die bunten Neonfarben geben dem ganzen einen eigenwilligen, interessanten Look. Nach wie vor werden heute in Großdiskotheken meist auf separaten Tanzflächen die Musikstile Discomusik, Dance-Trance, Schlager und Clubhouse gespielt. Als Bekleidung ist man weitestgehend frei in der Wahl, hier kommt es lediglich darauf an, was in einigen Diskotheken erlaubt ist und was nicht. Viele Clubs lassen Turnschuhträger nicht herein. Mit normaler gepflegter Kleidung kann man im Allgemeinen für einen Diskothekenbesuch nichts falsch machen.
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